Natürlich halbsüße Qvevri-Weine

Die Racha-Lechkhumi-Tradition ist neben der kachetischen und der imeretischen die dritte klassische Schule der georgischen Qvevri-Weinbereitung. Ihre Besonderheit liegt nicht in der Maische, sondern in der Kälte: Die Hochgebirgskeller von Racha und Lechkhumi sind so kühl, dass die Herbstgärung im Qvevri von selbst zum Stillstand kommt, bevor der gesamte Zucker vergoren ist.
So entstehen natürlich halbsüße Weine — ohne chemischen Gärstopp und ohne Zuckerzusatz: Ein Teil des Traubenzuckers bleibt einfach im Wein. Auf dieser Methode beruhen der berühmte rote Khvanchkara (Aleksandrouli und Mujuretuli), der weiße Tvishi (Tsolikouri) und der äußerst seltene Usakhelouri.
Zusammen mit der kachetischen und der imeretischen Tradition ist die Racha-Lechkhumi-Methode Teil der georgischen Qvevri-Methode, die 2013 von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde.