Sakartvelo line Ein georgisches historisches Archiv

Guria

Guria

Eine kleine westliche Region am Meer: Tee, Zitrusfrüchte, der leichte Rotwein Tschchaweri.

Guria ist die kleinste Region Westgeorgiens, eingekeilt zwischen Adscharien, Imeretien, Samegrelo und dem Schwarzen Meer; Verwaltungszentrum ist Osurgeti. Vom 16. Jahrhundert bis 1829 bestand hier das halbunabhängige Fürstentum Guria unter der Dynastie der Gurieli, ehe es dem Russischen Reich einverleibt wurde.

Im Februar/März 1905 bildeten die Bauern Gurias eine der ersten «Bauernrepubliken» des Russischen Reiches (mit gewählten Komitees und eigenen Gerichten), bekannt als Gurische Republik, die bis zu ihrer Niederschlagung durch zaristische Truppen Anfang 1906 bestand.

Die Region ist bekannt für den gurischen mehrstimmigen Gesang mit dem charakteristischen hohen Falsett Krimanchuli, das alte Ballspiel Lelo Burti sowie den Teeanbau; Georgiens erste Teeplantagen wurden im 19. Jahrhundert in Guria angelegt.

Quellen weisen keine ausschließlich für Guria typische Tracht aus: das Männergewand «Tschakura» (eine kurze, hüftlange Tschocha, weite Pluderhosen und ein bunter Seidengürtel) war in Guria, Adscharien, Samegrelo und ganz Südwestgeorgien verbreitet.

Gurische und adscharische Trachten verwendeten leichtere Stoffe und hellere Farben als jene Ostgeorgiens, dazu reiche Stickereien mit Silberfaden.

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