Sakartvelo line Ein georgisches historisches Archiv

Giorgi Saakadse

Der Große Mouravi, Feldherr und umstrittene Gestalt

ca. 1570–1629

Giorgi Saakadse
Niko Pirosmani · Public domain · Wikimedia Commons

Saakadse stieg aus dem kleinen Adel auf und erhielt 1608 das Amt des Mouravi, des Verwalters von Tiflis und der umliegenden Ländereien; daher der Beiname Großer Mouravi. Berühmt wurde er durch den Sieg über eine osmanische Abteilung bei Taschiskari 1609.

1612 überzeugten Rivalen König Luarsab II., der Mouravi halte es mit den Persern, und man plante seine Ermordung. Saakadse floh nach Iran, nahm den Islam an, gewann das Vertrauen Schah Abbas I. und nahm dann an persischen Feldzügen teil, auch gegen das eigene Land. Genau das macht seine Gestalt umstritten.

1625 wandte er die Waffen gegen die Perser und schlug ihr Heer bei Martkopi; zur Vergeltung ließ der Schah seinen Sohn Paata hinrichten. Im selben Jahr verloren die Georgier die große Schlacht bei Marabda, und 1626 unterlag Saakadse Teimuras I. bei Basaleti, in einem Krieg unter Georgiern. Er ging ins Osmanische Reich und wurde am 3. Oktober 1629 in Konstantinopel hingerichtet. Im georgischen Gedächtnis blieb er zugleich ein Feldherr von seltener Begabung und ein Mann, über dessen Entscheidungen Historiker bis heute streiten.

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