Das Gut des Dichters in Zinandali, Park und Keller von 1835

Alexander Tschawtschawadse (1786-1846), romantischer Dichter und General in russischen Diensten, baute das Familiengut in Zinandali in den 1830er Jahren um: ein Haus im italienischen Geist, ringsum ein Park nach europäischem Vorbild, der erste dieser Art in Georgien. 1835 kam ein Weinkeller hinzu, in dem die europäische Flaschenreifung auf die kachetische Qvevri-Tradition traf.
Am 2. Juli 1854 plünderte eine Truppe Imam Schamils das Gut, die Familie Tschawtschawadse wurde als Gefangene in die Berge Dagestans verschleppt. Acht Monate später tauschte man die Gefangenen gegen den Sohn des Imams, Dschamaluddin, der jahrelang als Geisel in Russland gelebt hatte. Das Haus wurde wieder aufgebaut, 1887 erneuerte der Gärtner Arnold Regel den Park.
Museum wurde das Gut 1947. Gezeigt werden die Gedenkräume mit Möbeln und Büchern Tschawtschawadses, die Familienporträts und der Weinkeller, in dem unter anderem Flaschen aus den 1840er Jahren liegen.