Das Haus, das der Maler seiner Schwester baute

Mirzaani in der Munizipalität Dedoplisza'aro ist das Heimatdorf von Niko Pirosmanaschwili (1862-1918). 1898 setzte der Maler an die Stelle des alten Hauses einen Neubau aus Ziegeln mit Terrasse, für seine Schwester. Dieses Haus wurde 1960 zum Museum, als Pirosmanis Ruhm längst ein postumer war.
Die Sammlung zählt vierzehn Originale Pirosmanis, nach der Nationalgalerie in Tiflis die zweitgrößte. Daneben hängen eine Lithografie von Pablo Picasso und Bilder georgischer Maler des zwanzigsten Jahrhunderts: Lado Gudiaschwili, Ketewan Maghalaschwili, Wera Sidamon-Eristawi.
Der zweite Teil der Ausstellung gilt dem Leben in Kisiki, jenem steppenhaften Kachetien, in dem Pirosmani aufwuchs: handgewebte Teppiche und Kelims, Hausrat, persönliche Dinge des Malers. Einen der Teppiche hat, so das Inventar des Museums, seine Mutter gewebt.