Das umstrittenste Museum des Landes

Der Komplex im Zentrum von Gori ist um die Hütte gebaut, in der 1878 Ioseb Dschughaschwili geboren wurde: 1937 stellte man einen Säulenpavillon über das Häuschen, 1951 entstand daneben ein Palast im stalinistischen Stil, und das Museum in heutiger Gestalt öffnete 1957.
Gezeigt werden Dokumente, Geschenke an den Führer, ein Arbeitszimmer, eine Totenmaske; im Hof steht der grüne gepanzerte Eisenbahnwaggon, mit dem Stalin zu Konferenzen fuhr. Die Ausstellung hat sich seit Sowjetzeiten kaum verändert — das ist ihr eigentliches Merkmal.
1989 wurde das Museum geschlossen; 2008 kündigte der Kulturminister an, es werde ein Museum der russischen Aggression, am Eingang hing eine Tafel über die Fälschung der Geschichte, doch 2012 verwarf die Stadtversammlung von Gori den Umbau, und 2017 wurde die Tafel entfernt. Es ist das meistbesuchte und umstrittenste Museum des Landes.