Die Bronzen Ratschas an der Rustaweli-Straße

Das Museum in Oni entstand 1948 und sitzt in einem alten zweigeschossigen Haus an der Rustaweli-Straße. Für eine Bezirksstadt ist die Sammlung überraschend groß — rund fünfzehneinhalbtausend Objekte, von der Steinzeit bis ins späte Mittelalter.
Den Kern bildet die Bronze Ratschas: eine gegossene Widderfigur, durchbrochene astrale Zierscheiben, Frauenschmuck, Fragmente von Waffen und Werkzeug. Daneben Architekturteile und Reliefstücke aus den Kirchen St. Georg und der Dreifaltigkeit in Mrawaldsali (10.–11. Jahrhundert), Münzen des 10.–14. Jahrhunderts, Ethnographie des 19. Jahrhunderts, Handschriften und frühe Drucke sowie Gemälde georgischer Künstler des 20. Jahrhunderts, darunter Ucha Dschaparidse.
Auch die Stadt lohnt den Halt: In Oni lebte jahrhundertelang eine jüdische Gemeinde, und ihre Synagoge von 1895 — die drittgrößte Georgiens nach Tiflis und Kutaissi — steht wenige Straßen vom Museum entfernt.